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Innenbereich/Außenbereich

Der baurechtliche Innenbereich (§ 34 Baugesetzbuch) und der baurechtliche Außenbereich (§ 35 Baugesetzbuch) gehören zu den sicherlich am häufigsten bemühten Fachbegriffen im Zusammenhang mit dem Bauplanungsrecht. Zu beiden Vorschriften besteht bundesweit eine sehr umfangreiche Judikatur. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass im baurechtlichen Innenbereich nur solche Bauvorhaben zulässig sind, die sich in die nähere Umgebung einfügen. Im baurechtlichen Außenbereich ist grundsätzlich eine Bebauung unerwünscht, es sei denn, es handelt sich um sogenannte privilegierte Vorhaben.

Wichtig ist, dass die Beurteilungsmaßstäbe des § 34 Baugesetzbuch auch dann greifen, wenn das entsprechende Gebiet Gegenstand eines Bebauungsplanes ist, der jedoch unwirksam ist. Welche Bauvorhaben zulässig sind, bemisst sich dann nach § 34 Baugesetzbuch unter ergänzender Betrachtung der Wertungen der Baunutzungsverordnung. Es ist auf den sogenannten gebietstypischen Charakter abzustellen (beispielsweise reines Wohngebiet, allgemeines Wohngebiet, Mischgebiet, etc.).