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Verjährung von Ansprüchen aus Behandlungsfehlern

Schadensersatzansprüche verjähren gemäß § 199 BGB nach drei Jahren. Die Frist beginnt jedoch erst, wenn der Patient den Behandlungsfehler erkennt oder hätte erkennen können. Allein die Kenntnis vom Behandlungsmisserfolg oder einer Behandlungskomplikation vermittelt regelmäßig noch nicht die Kenntnis vom Behandlungsfehler. Vielmehr drängt sich der Verdacht eines Behandlungsfehlers häufig erst sehr viel später auf.

Wann hat der Patient ausreichende Kenntnis von dem Behandlungsfehler?

Der Patient hat erst dann Kenntnis vom Behandlungsfehler, wenn er weiß, dass der Arzt von dem üblichen ärztlichen Vorgehen abgewichen ist. Diese Kenntnis ist in der Regel erst vorhanden, wenn der Patient alle wesentlichen Umstände seiner Behandlung kennt. Dies ist unter Umständen erst dann der Fall, wenn ein Gutachten vorliegt, das ein Behandlungsfehler feststellt.

Daher lohnt sich die Überprüfung einer ärztlichen Behandlung auf Fehler auch dann, wenn die Behandlung bereits mehrere Jahre zurückliegt. Auf jeden Fall sollten Sie jedoch nicht zu lange warten, wenn sich Ihnen der Verdacht eines Behandlungsfehlers aufdrängt. Wir überprüfen umgehend die Verjährungsfristen, nehmen Kontakt zu Ärzten, Krankenhäusern und Versicherungen auf und achten darauf, dass Maßnahmen zur Unterbrechung der Verjährung ergriffen werden.